Kamtschatka
Die Halbinsel Kamtschatka liegt im äußersten asiatischen Teil von Russland und gehört zur Region Russisch-Fernost.
Geographie
Geographisch befindet sich die Halbinsel Kamtschatka im Osten von Sibirien zwischen dem Ochotskischen Meer und der Beringstraße. Südlich der Kamtschatka liegen die Kurilen-Inseln, die sich bis nach Japan erstrecken. Mit einer Fläche von etwa 370.000 Quadtratkilometern ist die Kamtschatka die größte Halbinsel von Ostasien. Hauptstadt der Region Kamtschatka ist das an der Awatscha-Bucht liegende Petropawlowsk-Kamtschatski. Die Hafenstadt gehört zu den größten Naturhäfen der Erde und dient als Marinestützpunkt.
Die Länge der Kamtschatka liegt bei 1200 Kilometern. Die Breite der Halbinsel beträgt 450 Kilometer. Charakteristisch für die Landschaft der Kamtschatka sind die zahlreichen Vulkane und Geysire. 28 der 160 Vulkane sind noch aktiv. Höchster Berg der Region ist der 4.750 Meter hohe Vulkan Kljutschewskaja Sopka. Wichtigstes Gewässer ist der 758 Kilometer lange Fluss Kamtschatka. Mit rund 380.000 Einwohnern weist die Halbinsel eine recht spärliche Besiedelung auf.
Geschichte
Entdeckt wurde die Halbinsel Kamtschatka im Jahr 1697 bei einer Erkundungsexpedition russischer Kosaken. Aufgrund der dort ansässigen, wertvollen Zobel besetzten die Russen das Gebiet. Vor der Entdeckung durch die Kosaken wurde die Kamtschatka von den Völkern der Ewenen, Itelmenen, Korjaken, Unagan und Tschuktschen bewohnt. Als die Russen die Region für sich beanspruchten, kam es zu blutigen Kämpfen in dessen Verlauf die Ureinwohner beinahe ausgerottet wurden.
Im 18. Jahrhundert führte der dänische Forscher Vitus Bering große Erkundungsexpeditionen der Halbinsel, die den Russen auch als Strafkolonie missliebiger Untertanen diente, durch. Während des Krimkrieges wurde die Halbinsel 1854 von britisch-französischen Truppen angegriffen, die jedoch zurückgeschlagen wurden.
In der Sowjetunion war die Kamtschatka fünfzig Jahre lang militärisches Sperrgebiet. 1983 wurde ein südkoreanisches Verkehrsflugzeug, das in die Region eindrang, abgeschossen. Erst mit Ende des Kalten Krieges wurde die Halbinsel für Touristen zugänglich. 1996 erklärte die UNESCO das Vulkangebiet der Kamtschatka zum Weltnaturerbe.
Sehenswürdigkeiten
Größte Sehenswürdigkeit der Halbinsel ist das, von der UNESCO als Welterbe deklarierte, Tal der Geysire mit seinem Naturpark.
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